Freitag, 31. Juli 2015

[Rezension] Maya Shepherd - 50 Tage - der Sommer meines Lebens

Infos zum Buch:

Titel: 50 Tage: Der Sommer meines Lebens

Autorin; Maya Shepherd

Veröffentlichung: am 31.07.2015

Verlag: self-published

Anzahl der Seiten: 388 Seiten

Preise auf Amazon: 2,99 bzw. 4,99 für das eBook
                                12,99€ für das Taschenbuch


Info- und Bildquelle, sowie Kauflink bei Amazon
Zum Inhalt:

Der Sommer 1965 ist der letzte vor Jades 18.Geburtstag. Die Beatles regieren die Charts, Blue Jeans erobern den Modehimmel und Jade erwischt ihren Freund dabei wie er ausgerechnet ihre beste Freundin Katie küsst. Ihre Welt zerspringt in tausend Teile und der Sommer scheint ins Wasser zu fallen. 
Ihre Eltern haben überhaupt kein Verständnis für den Liebeskummer ihrer Tochter und bestehen darauf, dass sie trotz allem im Sommer gemeinsam mit Katie ins Camp fährt. Doch Jade schmiedet eigene Pläne. 
Ein abenteuerlicher Roadtrip entlang der Route 66 beginnt und während Jade versucht vor ihren Problemen davonzulaufen, wartet die große Liebe bereits an der nächsten Kreuzung auf sie. Ein Sommer voller Träume, Hoffnungen und Herzklopfen, doch dann stellt sich das Schicksal ihr mit aller Macht in den Weg…  (Amazon Inhaltsangabe)

Meine Meinung:

Mein Dank geht an dieser Stelle erstmal an dich, liebe Maya! Danke, dass ich das Buch vorab lesen durfte.

Zunächst mal muss ich sagen, dass mir der Schreibstil wirklich ziemlich gut gefallen hat. Er hat die Geschichte wunderschön erzählt und so manche Situation lebendig gemacht. Er passte wunderbar zur Geschichte. Ich mochte auch die Aufteilung des Buches sehr gern, denn es war in einer Art Tagebuch aufgebaut, wenn man es so will.
Die Idee, das Ganze über den Roadtrip spielen zu lassen, fand ich toll. Ich habe ja selbst einmal vor, einen Roadtrip zu machen und ich muss sagen, so stelle ich mir einen vor. Voller kleiner Abenteuer, die jeden Tag zu einem ganz besonderen machen.
Die Charaktere waren mit sehr großer Liebe ausgearbeitet, Jade, die einem am Anfang noch ziemlich leid tat und die dann von Tag zu Tag immer mehr gewachsen ist, war wirklich ganz besonders. Bei Jason wusste ich anfangs nicht so ganz, ob ich ihn jetzt total sympathisch oder irgendwie abstoßend finden sollte, denn seine impulsive Art hat wirklich so machen Moment ziemlich zerstört. Aber am Ende ist auch er mir ans Herz gewachsen mit seinen Ansichten und seiner Art. Die restlichen Charaktere haben auch wundervoll in die Geschichte gepasst. Man merkt, dass sie ein tragendes Element der Geschichte sind und das tun sie auch sehr gut: die Geschichte tragen.
Die Geschichte war ebenfalls sehr schön. Sie plätschert nicht nur vor sich hin, sondern zwischendurch passiert auch mal was, was die Spannung aufrechterhält. Man denkt sich sicherlich schon nach dem Prolog, dass diese Geschichte nicht gut enden kann und diese Dramatik zieht sich einfach nach einer zieht der Handlung ins Unermessliche. Wer kein absolut gefühlsloser Stein ist, wird dabei auf seine Kosten kommen, denn die zweite Hälfte ist unglaublich emotional, aufwühlend und verdammt traurig. Ich hab teilweise geheult wie ein Schlosshund und das schafft nicht jedes Buch bei mir, obwohl ich n totales Nervenbündel bin.
Die Geschichte war wirklich mit unglaublich viel Liebe ausgearbeitet, es hat so gut wie alles zusammengepasst und war obendrein noch unglaublich berührend.

Fazit: Abschließend gesehen ein sehr gutes Buch. Mehr kann ich dazu nicht sagen,

Samstag, 4. Juli 2015

Vorablesen zu: Maya Shepherd - "50 Tage - der Sommer meines Lebens"

Hallo Leute,

heute mal ein wenig Werbung in eigener und etwas anderer Sache. Lange wollte ich dieses Post schon online gestellt haben, aber ich kam dann irgendwie doch nicht dazu.
Maya Shepherd wird am Ende dieses Monats ihren neuen Roman rausbringen. Dieses Mal handelt es sich um einen Liebesroman, der vor allem für Jugendliche gedacht ist. Und ich dachte mir so: Du brauchst mal Abwechslung beim Genre: Roadtrip und Jugendbuch? Super Mischung, versuch dein Glück!
Und dies tue ich hiermit.

Wer wissen möchte, um welche Aktion es sich handelt, der möge hier klicken.

Infos über das Buch folgen nun:

Und darum geht es:

Der Sommer 1965 ist der letzte vor Jades 18.Geburtstag. Die Beatles regieren die Charts, Blue Jeans erobern den Modehimmel und Jade erwischt ihren Freund dabei wie er ausgerechnet ihre beste Freundin Katie küsst. Ihre Welt zerspringt in tausend Teile und der Sommer scheint ins Wasser zu fallen.



Ihre Eltern haben überhaupt kein Verständnis für den Liebeskummer ihrer Tochter und bestehen darauf, dass sie trotz allem im Sommer gemeinsam mit Katie ins Camp fährt. Doch Jade schmiedet eigene Pläne.


Ein abenteuerlicher Roadtrip entlang der Route 66 beginnt und während Jade versucht vor ihren Problemen davonzulaufen, wartet die große Liebe bereits an der nächsten Kreuzung auf sie. Ein Sommer voller Träume, Hoffnungen und Herzklopfen, doch dann stellt sich das Schicksal ihr mit aller Macht in den Weg…



Wer nun neugierig geworden ist und sich das Buch vorbestellen möchte, kann das hier tun: 50 Tage - Der Sommer meines Lebens


So und nun hoffe ich, dass ich euch neugierig machen konnte und bin schon ganz gespannt, ob ich Glück haben werde. 

Liebste Grüße, 
Florian

Donnerstag, 2. Juli 2015

[Blogtour] Der Stern von Erui - Tag 3 Teil 3

Ich folge den Novizen auf einem weiteren Pfad. Dieser führt zu einer Höhle, deren Wände genauso schwarz sind, wie das Gebirge um uns herum.
Wir setzen uns hin und ein bedrückendes Schweigen liegt in der Luft. Die Stimmung ist sehr angespannt, habe ich das Gefühl.
Der Meister klatscht in die Hände und auf einmal beginnen tausend kleine Lichter um uns herum zu leuchten. Es sieht aus, als sei der Sternenhimmel in dieser Höhle gefangen und als würde er nur für uns sein Licht spenden.
Jemand schlägt gegen eine Klangschale, die das Höhleninnere mit einem sehr entspannenden Klang ausfüllt.
Ich merke, wie ich mich von Sekunde zu Sekunde immer mehr entspanne und in der Lage bin, mich und meinen Geist in diese neu Welt fallen zu lassen.
 Da ertönt eine Stimme in meinem Kopf und mir ist, als würde diese nach meinem Geiste greifen.
Ich erkenne, dass es die Stimme des Einhornfürsten sein muss, die folgende Worte ausspricht: „Der Stern von Erui fiel in den Schatten. Nur Trauer und Hoffnungslosigkeit blieb zurück. Die magischen Kinder vergehen langsam an dieser Erkenntnis, doch dein Menschenherz kann sich dagegen wehren. Das weißt du jetzt. Lässt du dich auf Erui ein, wirst du mit in den Abgrund gerissen."
Trotz diese Warnung lasse ich mich immer weiter auf die Meditation, die Klänge, das Licht und auch auf dieses Gefühl ein und bemerke, wie sich diese Kraft immer mehr in mir ausbreitet. Ich spüre, wie schmerzhaft dies für mich ist und ich breche auf einmal doch in Panik aus. Schweiß läuft mir an allen erdenklichen Stellen über die Haut und das Gefühl des Unwohlseins wird immer stärker.
Ich merke, wie der Einhornfürst sich langsam aus meinen Gedanken zurückzieht und ich nach und nach wieder zu mir komme. Ich springe auf und stelle fest, wie wacklig ich auf den Beinen bin. Als ich vor der Höhle ankomme, muss ich mich übergeben, so schlecht ist mir.
Eine Hand legt sich auf meine Schulter und ich sehe, dass es die von Seichter Wind ist, der scheinbar nach mir schauen wollte.
Dankbar lächele ich ihn an. Aber als ich in seine Augen sehe, stellte ich fest, dass auch in ihnen die Flamme der Angst zu lodern scheinen. Doch wenn man genauer hinsah, kann man ebenfalls einen Funken Hoffnung darin sehen.
„Seichter Wind, ich sehe, dass du genauso sehr Angst hast wie ich. Aber ich kann spüren, dass in dir ein wenig Hoffnung steckt. Woran liegt das?“, frage ich neugierig.
Auf seinen Lippen erscheint ein Lächeln.
„Ich habe einst den Stern gesehen. Ich will hoffen, dass der König es schafft, die weiße Lady zurückzuholen“, antwortet er mir?
„Aber wer ist denn diese weiße Lady?“, brennt die Frage nun in mir.
„Sie ist Leben, sie ist Tod. Sie ist Sternenlicht und sie ist Schatten. Und sie ist diejenige, der mein Herz gehört.“
Diese Worte machen mich stutzig. Ich kann ihm nicht wirklich folgen und weiß nicht, was er mir überhaupt sagen will.


„Du siehst ziemlich fertig aus“, sagt Seichter Wind mit besorgtem Blick.“Möchtest du nun an der Andacht teilnehmen oder willst du dich lieber hinlegen?“
„Ich gehe mit!“, sage ich entschlossen.
Und so laufen wir beide gemeinsam in Richtung Tempel, um an der Andacht teilzunehmen.
Während wir dort so gehen, sehen wir, wie die Sonne hinter den Bergen verschwindet. Sie taucht den Himmel in ein atemberaubendes Rot und das Tal wirkt dadurch wie ein Ring aus Obsidian – wunderschön.
Als wir an dem Platz, an dem das Gebet stattfinden soll, ankommen, sind bereits einige Leute dort, die nun beginnen, sich an bestimmten Stellen zu platzieren. Ariman ist der letzte, der den großen  Raum in der Mitte des Tempels betritt.
Als er an mir vorbeigeht, bleibt er kurz stehen und sagt zu mir: „Es tut mir leid, dass dir der Ausflug hier so nahe geht. Du hast hast Elementartraining verpasst. Aber ich kann dir sagen, dass du dem Element Erde zugehörig bist, denn du bist ausdauernd und standhaft wie diese."
Dann geht er weiter in die Mitte und in diesem Moment schiebt sich das Sonnenlicht durch eine Öffnung im Dach.
Seine Hände entfachten eine Flamme, die er in eine Schale umfüllt. Es knistert und es steigt ein stark duftender Rauch auf und weht durch die Räume des Tempels.
Die Priester fallen in ein melodisches Summen und Gesang beginnt um mich herum zu ertönen.
"Sonne ist Feuer, Feuer ist Leben. Wir sind die Sonne, wir sind das Leben. Der Himmel spricht durch uns zu seinen Kindern."
Alle sprechen sie im Chor: „Das ist gewiss.“
Er schüttet Öl aus einem Krug auf das Feuer und die Flammen lodern auf. Das Feuer züngelt um seine Hände herum.
"Feuer ist Gefahr. Feuer ist Tod. Tod dem Schatten. Tod den Feinden der freien Völker."
Das Summen wird lauter. Wind geht durch die Reihen und die Flammen werden größer.
Das Sonnenlicht erreicht sein Maximum und das Feuer auf Arimans Händen wird durch einen Strahl Wasser gelöscht.
Es wird dunkel und ich stelle fest, dass sich durch eine andere Öffnung in der Kuppel die Mondsichel zeigte.
„Die Schwester der Nacht nimmt das Licht der Sonne auf."
Der Chor spricht: „Wir hüten den Tag "
Eine Frauenstimme ertönt und eine Frau in einem silbernen Gewand tritt vor. Sie trägt ein blaues Zeichen.
„So wie eure Schwestern die Nacht hüten“
Der Gesang verstummt und nur noch das Mondlicht erhellt den Tempel.
„Möge die Tapferkeit den Stern Eruis behüten“, höre ich, wie Seichter Wind hinter mir murmelt.
Ich merke auf einmal, wie schrecklich müde ich bin. Also begebe ich mich, nachdem ich mich von Seichter Wind verabschiedet habe, zu den Wohnhöhlen. Dort falle ich sofort ins Bett und gleite in einen tiefen Schlaf, ohne daran zu denken, was mich am nächsten Tag erwarten könnte.
 



[Blogtour] Der Stern von Erui - Tag 3 Teil 2

Nachdem Ariman mir ein wenig über das Leben im Orden erzählt hat, gehen wir gemeinsam durch den Tempel, und von da aus über einen Pfad zu den Felswänden in die große Höhlen als Wohn- und Gesellschaftsräume hinein gehauen sind. Die größte davon ist die  Versammlungshalle, wie der Elfenfürst mir berichtet.
Die Halle ist eindrucksvoll gestaltet und es sind sehr viele Leute in der Halle. Einige von ihnen tragen eine Art Uniform, die wohl die Novizenkleidung darstellen soll, andere laufen auch einfach mit freiem Oberkörper durch die Hallen.
Doch während meine Blicke so durch die Halle gehen, bemerke ich, dass sich viele sonderbare Wesen unter den Anwesenden befinden. Sie müssen wohl magischer Herkunft sein. Es sind Elfen, tierartige Wesen, Kreaturen mit bunter Haut, Zwerge, Gnome und sogar ein Troll...
Halt: ein Troll? Sind die nicht eigentlich böse? Was macht der dann hier? Der Anblick des Wesens lässt mich innehalten.
Ariman dreht sich zu mir um und sieht mich verwirrt an. „Was ist denn los?“, fragt er.
Ich suche eine Antwort und versuche, möglichst leise zu sprechen, damit der Troll nicht auf die Idee kommt, mich zu töten...
„Da... ist ein Troll“, stammle ich.
„Na und?“, fragt Ariman belustigt.
„Die sind doch eigentlich böse...“, entgegne ich.
Ariman lacht. „Ach, der da nicht. Sein Name ist 'Seichter Wind über den Felsen' und er kommt aus den Windbergen. Er ist ebenfalls ein Mitglied des Ordens. Wäre er böse, wäre er nicht hier.“
Das klingt logisch.
„Hast du Hunger?“
Ariman steht neben mir mit einem Teller Suppe in der Hand.
Hunger? Oh ja... Mein Magen knurrt wie verrückt.
Mein Blick fällt auf den Teller doch der Anblick darauf ist nicht besonders appetitlich. Was auch immer das ist... Es sieht nicht so aus, als sei dies Nahrung aus meiner Heimat.
„Das Gemüse hat Seichter Wind angebaut“, erklärt mir Ariman, der meinen seltsamen Blick bemerkt haben musst. „Probier mal. Das Gemüse aus Trollgärten ist das Beste, das man in ganz Erui finden kann. Du wirst es bereuen, diese Suppe nicht gegessen zu haben!“
Leicht skeptisch setze ich mich an den Tisch und beginne die Suppe hastig zu löffeln. Ariman hat recht. Die Suppe schmeckt wirklich unglaublich gut!
Während ich esse, erklärt er mir, was am Tag für mich noch alles auf dem Programm stehen würde. Dazu gehören unter anderem einige Trainingseinheiten, um das Leben und die Gewohnheiten der Priester ein bisschen besser kennenzulernen und eine Andacht. Ich bin sehr gespannt, was mich da so erwartet.
Nachdem ich aufgegessen habe, werden wir alle zum Training abgeholt. Wir gehen gemeinsam über einen Pfad hinab ins Tal.
Das Wetter ist ziemlich kühl und man hat mir nur eine leichte Leinenhose gegeben, da mein Anzug für das Training viel zu unpraktisch wäre. Da mein Oberkörper nicht bedeckt ist, fröstelt es mich nun ein ein wenig, aber damit muss ich wohl leben.
„Das ist übrigens Meister Petran“, flüstert mir Seichter Wind ins Ohr. Der hagere Mann, auf den er deutet, scheint für die Trainingseinheiten hier verantwortlich zu sein.
„Nun gut, lasst uns mit dem Training beginnen!“, ruft Meister Petran.
Er macht einige Übungen vor und da ich sehe, dass die anderen sie nachmachen, tue ich es ihnen gleich. Ich komme relativ gut mit dem Aufwärmprogramm zurecht und ich bemerke, dass die Temperatur nun langsam aber sicher angenehmer wird.
Nachdem wir mit dem Aufwärmtraining fertig sind, zeigt uns Meister Petran einige Schlag- und Trittkombinationen, die für mich anfangs etwas kompliziert wirken und sehr viel Konzentration und Koordination benötigen. Aber nach kurzer Übung beherrsche ich diese Basics relativ gut.
Meister Petran nickt mir anerkennend zu und deutet mit einer Handbewegung an, dass ich mich neben ihn stellen soll.
Ich tue, wie mir befohlen.
Als ich neben ihm stehe, legt er mir eine Augenbinde um. Während er dies tut, sehe ich, dass sich alle um mich herum in einem Kreis aufstellen.
Nun spricht er mit eindringlicher Stimme: „Vergiss dein menschliches Erbe. Spüre die Luft und lausche der Erde! Atme nun tief ein!“
Ich tue, was er gesagt hat und ich horche ganz tief in mich hinein. Ich bekomme noch mit, dass er sagt, ich solle nun den Tritten und Schlägen ausweichen. Dann prasseln sie auch schon auf mich ein. Einige bekomme ich ab, doch dann fühle ich, wie eine andere Energie mich durchflutet. Ich lasse mich auf die neue Art wahrzunehmen ein, und schaffe es, die letzten wier Schläge abzuwehren.
Das erfüllt mich nun ein wenig mit Stolz.
Während ich in meinem Hochgefühl bade, spürte ich aber plötzlich, wie mir noch etwas in die Magengegend schlägt. Es ist kein Tritt oder Hieb.
In mir zieht sich alles zusammen und ich nehme wahr, dass der Schatten den ich im Elfenschloss schon gespürt habe, nun auch hier anwesend ist. Schlagartig weicht wieder alle Hoffnung aus mir heraus.
Einen Moment wird mir schwarz vor Augen.
Erst nach Minuten bin ich wieder ganz bei mir, doch die Kälte und die Angst, die der Schatten überall verbreitet sind immer noch da.
„Du bist empfänglich für die Schwingungen dieser Welt“, sagt Meister Petran, „Aber die Zeiten für so jemanden wie dich könnten nicht schlechter sein... Wärst du doch nur zur Zeit der weißen Dame hier gewesen...“
Weiße Dame, das habe ich vorhin in der großen Halle schon in manchen Gesprächen vernommen.
Wer soll das also sein? Ich muss wohl mal jemanden fragen... Vielleicht kann Seichter Wind mir ja Antwort geben.

Zumindest das Training ist nun erst einmal beendet. Das heißt als Nächstes geht es zur Meditation. 

Teil 3: [Geht online um 18:00]

[Blogtour] Der Stern von Erui - Tag 3 Teil 1

Mein Schädel dröhnt, als ich die Augen aufschlage. Zunächst sehe ich nur bunte Sterne. Ich erwarte fast in meinem Wohnzimmer auf der Couch zu liegen und zwei bis drei leere Rotweinflaschen auf dem Tisch vor mir zu sehen, denn das alles war echt ein ganz schöner Trip. Doch weit gefehlt.
Der Raum um mich ist winzig. Es passt gerade das Bett hinein, in dem ich liege. Die Decke ist schäbig und löchrig. Es zieht durch die Ritzen.
Nebel, Magie, andere Welt, Einhörner schwirren mir durch meinen Kopf und ich mache die Augen wieder zu.
Das kann doch alles nicht wahr sein!
Dennoch bin ich eindeutig hier, in diesem Schloss, zu dem mich dieser Lykill gestern Abend brachte. Ich rapple mich auf, denn schlafen kann ich nicht mehr. Ein wenig planlos trete ich vor die Tür und wandere durch eine Unzahl an Sälen und Zimmern. Überall ist es zum Bersten voll. Männer, Frauen, Kinder, allesamt eindeutig keine Menschen, sitzen hier herum. Viele krank oder verletzt. Nur Wenige laufen herum, versuchen sich und den anderen zu helfen.
Es ist ein Bild des Elends in einem Palast, dessen feine hellgraue Wände eigentlich mit warmem Kerzenlicht und gediegener Musik gefüllt sein sollten.
Ich schaue, ob es draußen besser wird, doch auch auf dem zugigen Hof tummeln sich Flüchtlinge. Dazwischen sieht man hier auch immer wieder Soldaten.
Ich will hier weg“, schießt mir durch den Kopf.
Ich drehe mich um, schließe die Augen und will aufwachen aus diesem Alptraum. Als ich sie allerdings wieder öffne blicke ich erneut in die dunklen Augen des roten Einhorns und stelle endgültig fest, dass das hier kein Traum ist, denn alles fühlt sich zu real an. Realer fast, als sich zuhause je etwas anfühlte.

„Du fühlst dich hier nicht wohl, das spüre ich“, stellt es auf seine stumme Art zu kommunizieren fest.
Ich... ich weiß nicht. Das Schloss ist toll, ja. Aber ich fühle mich hier so ausgeliefert und so unsicher. Wie ein dunkle Bedrohung in der Ferne.
Ich verstehe“, antwortet das Einhorn, „Ich kann dich von hier fort bringen, wenn du das möchtest. Ich habe einen Ort für dich, der sicherer sein könnte und an dem du vielleicht auch etwas mehr über diese Welt erfahren wirst.“
Ich glaube, das ist eine gute Idee“, merke ich erleichtert an.
Das Einhorn bewegt seinen Kopf so als wollte es mir sagen, dass ich zu ihm kommen soll.
Nun komm schon her, hab keine Angst vor mir. Ich beiße dich schon nicht“, sagt es bekräftigend.
Ich bewegte mich also nun bestimmter in Richtung des Einhorns.
Als ich es fast erreicht habe, tritt es nach vorn und sein Horn berührt meine Stirn.
Ich sehe noch, wie es hell zu leuchten beginnt. So hell, dass es mich blendet und ich merkte, wie ich langsam das Bewusstsein verlor.



Als ich wieder zu mir komme, befinde ich mich auf einem Felsplateau, das über ein Tal hinausragt. Ein Tal, das so grün ist, wie ich es aus meiner eigenen Welt nicht kenne. Drumherum liegen die schwarzen Berge, die ich auch schon aus dem Fenster des Schlosses sehen konnte. Die Berge ragen majestätisch gen Himmel und in mir macht sich wieder ein Gefühl der Bedrohung und der Hoffnungslosigkeit breit.
Wir folgen einem Pfad hinab zur Anhöhe eines kleinen Hügels mitten im Tal, auf dem sich ein Tempel aus Marmor erhebt. Jedenfalls thront dieses Gebäude dort so, dass es irgendwie eine tempelartige Aura ausstrahlt.
Je näher wir dem Gebäude kommen, desto besser ist zu erkennen, was für eine Form es hat. Riesige Säulengänge ragen nach außen, acht Stück an der Zahl, wie die Strahlen einer Sonne.
Ein plätschernder Fluss, der sich am Rand des Hügels lang schlängelt, rundet dieses Bild ab. Es ist schon ein fast romantischer Anblick. Ich beobachte die Gegend genauer und sehe, wie sich dieser Fluss aus einem reißendem Wasserfall speist, dessen Rauschen man immer besser hören kann, dabei wandert er langsam weiter in Richtung eines Sees, und ganz in der Ferne bei zwei steinernen Felsnadeln verlässt er das Tal und fließt nach irgendwohin weiter.
Am Fuß des Tempels hält das Einhorn an. Ich will mich von ihm verabschieden, doch es ist schon verschwunden.
Während ich das Bild um mich herum weiterhin aufsauge und noch nicht ganz genau weiß, was ich jetzt tun soll, erschrecke ich mich tierisch, als plötzlich ein Mann neben mir steht.
Er ist von hochgewachsener Gestalt hat spitze Ohren, mit silberblondem Haar und Augen, die unglaublich ausdrucksstark sind. Die zeitlosen Gesichtszüge und die silbrige Haut lassen mich vermuten, dass es sich wohl um einen Elfen handeln muss. Seine Gewänder sind ebenfalls silbern und mit goldenen Sonnen bestickt. Darunter trägt er eine dunkle Hose, ein beiges Hemd und hohe Stiefel. In der Hand hält er eine Art Stab, der mich an einen Zauberstab erinnert.
Lächelnd schaut mich der Elf an. „Grüße dich, mein Freund. Es freut mich, dass du hier so heil angekommen bist. Mein Name ist Ariman, ich bin der Fürst der Elfen und ich führe den Orden hier im Tal der Sonne. Ich bin für die Ausbildung der Priester zuständig.“
Ich bin immer noch so überwältigt von den ganzen Eindrücken, dass ich nicht antworten kann.

Ariman nickt wissend und deutete mit seiner Hand an, dass ich ihm folgen soll und so führt er mich durch die großen Hallen des Tempels, 

Teil 2: [Geht online um 12:00]

Donnerstag, 4. Juni 2015

[Rezension] Fenia Kubin - Ich liebe dich, Lorelai

Details zum Buch:

Titel: Ich liebe dich, Lorelai

Autorin: Fenia Kubin

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Veröffentlichung: 1. Auflage am 15. Mai 2015

Anzahl der Seiten: 280 Seiten

Preise bei Amazon: 2,99€ für das eBook
                                8,99€ für das Taschenbuch




Inhalt:

Eine Highschool. Die Neue. Sex. Und vielleicht Liebe. 

Matan ist unsichtbar, er ist der Nerd, der niemandem auffällt. Bis Lora im letzten Jahr an seine Schule wechselt und ihn aus unerklärlichen Gründen auserwählt. Sie teilen ein Geheimnis, das niemand wissen darf. Und alles scheint zu funktionieren, bis Matan mehr will ... bis Matan Lora will. Und zwar ganz.  (Amazon Inhaltsangabe)

Meine Meinung:

Zunächst danke ich dir, liebe Fenia, für das eBook! Ohne die Vermittlung von Julia (danke auch an dich), hätte ich dieses Buch wohl nicht gelesen und ich bin froh, es getan zu haben!

Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht zu lesen. Wer hochgestochenen Stil sucht, wird ihn hier nicht finden, aber dafür passt er wunderbar zur Geschichte! Ich musste mich zwar erstmal ein wenig einfinden, denn der Stil war anfangs etwas anders, aber dennoch toll. Es wird aus der Sicht von Matan erzählt, dessen Sichtweisen und Gedanken sehr gut rüberkommen und man denkt, man sei er selbst. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. 
In dieser Geschichte erlebt man High School in den USA vom feinsten. Von Halloween über Football bis zum weit bekannten Prom ist alles dabei. Die Kulisse passt einfach zu dieser Geschichte und auch der Hintergrund der Story hat mich doch schon sehr angesprochen. Da ich sowieso mal Abwechslung von den ganzen Dystopien und Fantasybüchern brauchte, passte mir dieses Buch wirklich wunderbar in den Kram und ich hatte es sehr schnell durch. 
Matan, der Nerd und Loser schlechthin, war für mich der Charakter, der diese Geschichte so richtig zum Leben gebracht hat. Ich mag diesen Typen unglaublich gern, denn ich konnte mich in einigen Situationen sehr gut in ihn hineinversetzen und mich mit ihm identifizieren, da er doch schon einige Wesenszüge mit mir gemein hat. Ich war so traurig, dass ich ihn am Ende gehen lassen musste, denn Mat hat während der Geschichte eine so tolle Entwicklung gemacht und das alles innerhalb eines Schuljahres. Seine geniale Selbstironie blieb aber während der ganzen Zeit vorhanden, sodass ich doch das ein oder andere Mal lachen musste. Lora, das Mädchen, um das sich in seinem Leben nach einer Zeit alles dreht, hat mich definitiv polarisiert. Ich wusste bis zum Ende nicht, ob ich sie mögen oder hassen sollte. Manchmal stand ich da schon gedanklich mit einem Baseballschläger in der Hand und... Egal. :D Die Nebencharaktere waren aber mit mindestens genauso viel Liebe ausgearbeitet und jeder hatte seinen Platz in der Geschichte und war nicht einfach so platziert. 
Die Handlung dieser Geschichte war... sehr wendig, um es mal so auszudrücken. Immer wenn man gedacht hat, dass man nun endlich mal einen geraden Weg eingeschlagen hat, kommt irgendwas, das alles wieder umwirft und hallelujah, das hat dieser Geschichte Fahrt gegeben! Ich habe zum Ende hin so mitgefiebert, dass ich an einigen Stellen echt nicht mehr wusste, was ich denken soll. Erst kam dies, dann kam das und dann plötzlich wieder was ganz anderes! Die Story war anders, aber sie war auf ihre eigene Art und Weise wunderschön und es hat am Ende doch irgendwie alles zusammengepasst. Ich fand das Buch wirklich klasse und ich will mehr! Ja, das will ich. 

Fazit: Insgesamt ein Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Ich will mehr davon haben und freue mich schon auf die nächsten Bücher von der Autorin. Vielleicht irgendwann mal wieder etwas von Mat und Lora. Aber es fehlt noch meine Empfehlung. Die geht an all diejenigen, die auf außergewöhnliche Liebesgeschichten stehen, amerikanische High Schools lieben und die kein Problem damit haben, dass Sex nicht so ganz hinter vorgehaltener Hand stattfindet. Und natürlich auch an alle anderen! 

Dienstag, 2. Juni 2015

[Lesemonat] Mai 2015

Hallo Leute,

ich habe mir gedacht, dass ich diesen Monat auch mal versuche, einen Monatsrückblick zu machen. Dieses Vorhaben setze ich nun in die Tat um.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich diesen Monat ziemlich enttäuscht bin, denn ich habe nur fünf Bücher geschafft, von denen zwei nicht mal 200 Seiten hatten und sich deswegen schnell weg lesen ließen... In den letzten Tagen vom Mai hab ich auch irgendwie keine wirkliche Motivation mehr, die Bücher, die ich angefangen habe, auch zu ende zu lesen, damit ich damit vorankomme. Deswegen werde ich jetzt die nächsten zwei Wochen Gas geben müssen, damit ich von meinem Haufen endlich mal runterkomme.

Hier nun aber meine gelesenen Bücher, jeweils mit Link zu meiner Rezension:

1.) Laura Newman: Nachtsonne Band 2 (452 Seiten)
2.) Daniela Rohr - Im Turm des Panopticons (102 Seiten)
3.) Lee Strauss - Gefährliche Zettel (305 Seiten)
4.) Julia Mayer - Old Souls I: Die Keime (348 Seiten)
5.) Julia Adrian - Die dreizehnte Fee (156 Seiten)

Angefangene Bücher: 

1.) Lauren Oliver - Pandemonium: 20/350 Seiten
2.) Caragh O'Brien - Die Stadt der verschwundenen Kinder: 343/480 Seiten

Faktengedöhns:

Gelesene Bücher: 5
Gelesene Seiten (Fertig + angefangen): 1726 Seiten
Durchschnittlich pro Tag: 55,76 Seiten
Monatshighlight: Laura Newman - Nachtsonne Band 2; Julia Adrian - Die dreizehnte Fee

Wie viele Bücher habt ihr diesen Monat so geschafft und welche haben euch besonders gut gefallen? :-)
Lasst es mich wissen!

Liebe Grüße,
Florian